Wussten Sie, dass...

  • Brasiliens erste Markenausgaben so klangvolle Namen wie „Ochsenaugen“, „Ziegenaugen“, „Katzenaugen“ tragen?
  • 1709 Bartolomeu Lourenzo de Gusmão, ein brasilianischer Geistlicher, den ersten Heißluftballon demonstriert hat, eine Tatsache, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war? (Gebrüder Montgolfier erst 1783 !)
  • 1852 der Start für die erste Eisenbahnstrecke war? (Deutsches Reich 1835). Man berücksichtige dabei, dass – vielleicht außer den Schwellen – nahezu alles Material aus Übersee (Europa, USA) per Schiff herbeigeschafft werden musste.
  • 1866 die erste Bahnpost ihren Dienst aufgenommen hat? (D.R. 1848)
  • ca. 1870 in Brasilien die erste Firmenlochung genehmigt wurde? (D.R. 1876)
  • 1890 in Brasilien die erste illustrierte Ganzsachen-Postkarte in der Philatelie erschienen ist? Ein Vorläufer unserer heutigen Bildpostkarten.
  • 1894 das erste brasilianische Luftschiff (Konstrukteur Augusto Severo) bei Rio de Janeiro in die Luft stieg? Es zerschellte jedoch bei der Landung.
  • 1901 der Brasilianer Santos Dumont mit seinem lenkbaren Luftschiff als Erster den Pariser Eiffelturm umrundete? Er wird seither immer wieder als „Vater der Fliegerei“ auf vielen Briefmarken geehrt. (D.R.: LZ 1 flog erstmals 1900)
  • Brasilien bereits 1908 die ersten Markenheftchen herausgab? (Portugal 1905, USA 1900, D.R. 1910). Markenheftchen der ganzen Welt werden heute gerne gesammelt, die ersten brasilianischen sind sehr selten.
  • 1910 eine Rohrpost ihren Betrieb in Rio de Janeiro aufgenomen hat? (London 1861, Berlin 1865)
  • 1912 erste Briefe (privat) mit einem Flugzeug befördert worden sind?
  • es ab 1916 Rollenmarken aus Automaten gab? (USA 1908, D.R. 1914)
  • Brasilien am 1. Weltkrieg teilgenommen hat? Feldpost brasilianischer Marinesoldaten, 1917/18 in Dakar/Afrika zur U-Boot-Bekämpfung stationiert, ist sehr selten.
  • Brasilien für die 1920 von der UPU zugelassenen Absenderfreistempel-Geräte bereits 1925 eine Betriebserlaubnis erteilte?
  • Brasilien im Dienste des Völkerbundes 2 Delegierte zur interalliierten Regierungs- und Abstimmungskommission in Oberschlesien (1922/23) gestellt hat? Von diesen ist jedoch keine Post bekannt.
  • 1927 die mit deutschem Kapital gegründeten Fluggesellschaften VARIG und CONDOR ihren erfolgreichen Dienst aufgenommen haben Sie waren entscheidend an der weiteren Entwicklung des Landes beteiligt. Pionierflugbelege beider Gesellschaften sind heute sehr gesucht.
  • ab 1931 Militärflieger dazu eingesetzt wurden, auf kommerziell unrentablen Strecken die Postbeförderung durchzuführen, um die Kommunikation und damit die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu fördern? Diese Aktion war lebensnotwendig, da es nur wenige nutzbare Verbindungen (Straßen, Eisenbahnen, Flüsse) in das riesige und oft unwegsame Hinterland gab. Diese Luftpost wurde ohne Luftpostzuschlag befördert und ist meistens in den Papierkorb gewandert.
  • Brasilien schon 1940 (holländische) TRANSORMA-Briefverteilanlagen zur rationelleren Postbearbeitung einsetzte? (D.R. 1944). 1970 wurde die nächste Generation an Postbearbeitungsanlagen (Telefunken) in Betrieb genommen. In den 80er Jahren kamen dann japanische Linearcodier-Geräte zum Einsatz.
  • 1971 Postleitzahlen nach deutschem Vorbild eingeführt wurden? In Großstädten konnte man von Anfang an jede Straße und sogar einzelne große Geschäftshäuser mittels PLZ codieren (BRD erst 1993).
  • Brasilien auch am 2. Weltkrieg teilgenommen hat? Feldpost des brasilianischen Expeditionscorps aus Italien 1944/45 ist schon eher zu finden.
  • Brasiliens Soldaten im Dienste der UNO Einsätze an mehreren Krisenherden auf der Erde geleistet und bei denen einige den Tod gefunden haben? (3 Balkankommissionen, zweimal Indien/Pakistan, je einmal im Kongo, Ägypten (Suezkrise), West-Irian und in der Dominikanischen Republik). Feldpostbriefe von diesen Truppen sind – mit Ausnahme aus Ägypten – kaum erhältlich.
  • die in Rio de Janeiro 1979 nur an 9 Tagen verkauften Automaten-Sondermarken heute – vor allem auf tatsächlich gelaufenen Sendungen – moderne Raritäten sind?
  • Brasilien demnach eine sehr fortschrittliche Postverwaltung hat, die mit allen Neuerungen Schritt hält? Ihr früherer Direktor wurde Präsident des Weltpostvereins UPU.
  • es brasilianische Freimarkenserien „in sich“ haben? Bei langen Laufzeiten gab es viele Variationen. Die moderne Ausgabe 1954/64 umfaßt allein über 600 ! katalogisierte Plattenfehler, die man auch heute noch in Massenware findet.
  • Brasilien ein sammlerfreundliches, moderates Neuheitenprogramm mit graphisch modernen Marken aufweist und man eine Katalogsammlung – bis auf wenige Marken – auch heute ohne großen Aufwand zusammenstellen kann?
Besucher seit dem 11.02.04: